NIDDA - Gute Themen statt Personaldebatten, neue Formate und Spaß an der Politik vermitteln, das sind die Ratschläge, die Europaministerin Lucia Puttrich ihren Parteikollegen in Nidda mit auf den Weg gibt. Der CDU-Stadtverband Nidda hielt seine Mitgliederversammlung im Bürgerhaus ab.

Tagesordnungen für solche Veranstaltungen sind in der Regel von Formalien geprägt, wirken auf den ersten Blick mehr staubig als einladend. Doch hinter scheinbar Belanglosem verbargen sich richtungsweisende Inhalte: Den Gästen wurde ein Rederecht eingeräumt, der Vorstand mit zwei Stellvertretern statt einem breiter aufgestellt und die ersten Vorbereitungen für die Kommunalwahl in 2021 wurden an diesem Abend getroffen.

"Dieser Vorstand wird die Geschicke der Niddaer Union weit über die nächsten fünf Jahre hinaus prägen. Er entscheidet über die Kandidatenaufstellung für die Bürgermeisterwahl, das Programm und die Listen für die Kommunalwahl", betonte der Vorsitzende Jacob Ulrich. Also nicht nur für das Stadtparlament, sondern auch für die Ortsbeiräte. "Die Arbeit der Ortsbeiräte ist immens wichtig für unsere dörflichen Gemeinschaften und auch für die Stadt. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir gute Kandidatinnen und Kandidaten finden, die örtlich verwurzelt sind und sich für ihren Stadtteil einsetzen werden."

Dies benötige die Mithilfe von allen. Ulrich ermunterte die Mitglieder, ihre Wünsche, was Nidda in 2040 ausmachen sollte, auf einen Zettel zu notieren. Diese würden die Grundlage für ein Strategietreffen Anfang nächsten Jahres bilden, um zum einen das Wahlprogramm und zum anderen auch längerfristige Ziele herauszuarbeiten.

Hervor hob der Vorsitzende die Feier zum 60. Geburtstag der Jungen Union und die Wiederbelebung des Ortsverbands Ober-Widdersheim. "Vielleicht macht das Beispiel ja Schule", brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck. Ein positives Signal wurde ebenfalls mit der offenen Fraktionssitzung in Ulfa gesetzt.
Es war genau der Ansatz, für den Lucia Puttrich an diesem Abend warb: "Die Leute wollen sich nicht mehr binden, alles entwickelt sich individueller. Diesem Zeichen der Zeit kann man nur begegnen, indem man neuen Mitstreitern auch die Möglichkeit gibt, mitzugestalten. Politik muss Spaß machen." Jetzt gelte es für die CDU Nidda, zu überdenken, wie man arbeitet, welche Formate man wählt und wie man sich öffnen kann, damit sich Interessierte die Arbeit mal anschauen können. Und sie stellte infrage, ob man immer so verfahren müsse, wie man es seither gemacht hatte. Puttrich drängte. Die Zeit bis zur Kommunalwahl sei nicht mehr lang.

Einstimmig wurde Jacob Ulrich wiedergewählt. Er wird künftig von Adelheid Spruck, seit einem Jahr ehrenamtliche Erste Stadträtin in Nidda, und Michael Theel unterstützt. Nadine Schmittberger wurde zur Schriftführerin gewählt, neuer Kassierer ist Matthias Walther. Wolfgang Falkenstein wird sich um die Mitglieder kümmern. Die Riege der Beisitzer komplettieren Frank Boucsein, Brigitte Müller, Till Neumann, Sebastian Döll, Hans Georg Lang und Nico Schmittberger.

In Abwesenheit wurden die langjährigen Mitglieder Hans Gerlach (50 Jahre), Johannes Pick, Rita Spruck und Hans Peter Troß (je 25 Jahre) geehrt.

Quelle: Kreis-Anzeiger


(v.l. Sebastian Döll, Adelheid Spruck, Jacob Ulrich, Lucia Puttrich, Nico Schmittberger, Nadine Schmittberger, Frank Boucsein, Wolfgang Falkenstein, Hans-Georg Lang, Brigitte Müller, Till Neumann)
Foto: M. Lenz

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